Jugendliche

Du musst nicht perfekt sein

Von Andra Adler · · 5 Min. Lesezeit

Wer bin ich? Was kann ich? Und was will ich eigentlich? In der Jugend tauchen diese Fragen plötzlich auf, und oft fühlt es sich an, als müssten alle anderen die Antworten längst kennen. Das stimmt nicht. Unsicher zu sein gehört zu diesem Lebensabschnitt dazu.

Warum du dich gerade so unsicher fühlst

In der Jugend verändert sich fast alles gleichzeitig: dein Körper, dein Denken, deine Gefühle, deine Freundschaften und deine Rolle in der Familie. Du löst dich Schritt für Schritt von deinen Eltern und suchst nach dem, was zu dir passt. Dabei probierst du aus: Kleidung, Musik, Meinungen, Freundeskreise. Manches davon bleibt, anderes legst du wieder ab. Das ist keine Unentschlossenheit, sondern genau die Arbeit, die in diesem Alter ansteht.

Der Druck, perfekt zu sein

Gute Noten, gutes Aussehen, viele Freunde, ein klarer Plan für die Zukunft: Von aussen scheint vieles gleichzeitig zu erwarten. Wenn du das Gefühl hast, dem nie ganz zu genügen, bist du damit nicht allein. Perfektion ist ein Ziel, das sich nie erreichen lässt, weil die Messlatte mitwandert. Wer sie anstrebt, fühlt sich oft erschöpft und nie gut genug.

Selbstwert wächst nicht aus Leistung allein

Dein Wert als Mensch hängt nicht von deinem Zeugnis, deinen Followern oder deinem Aussehen ab. Ein stabiler Selbstwert entsteht eher aus Erfahrungen wie diesen:

Was dir auf der Suche helfen kann

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Wenn du dich über längere Zeit sehr niedergeschlagen, leer oder ängstlich fühlst, kaum noch Freude erlebst oder dir selbst etwas antun möchtest, ist das mehr als normale Unsicherheit. Dann ist es wichtig, mit jemandem zu sprechen. Die Nummer 147 von Pro Juventute ist kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr erreichbar. In einer Notlage erreichst du den Notruf unter 144.

Ein Hinweis für Eltern

Jugendliche brauchen Erwachsene, die sie so annehmen, wie sie sind, und die da sind, wenn sie reden wollen. Zuhören ohne gleich zu bewerten oder zu lösen ist oft die grösste Hilfe.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder psychiatrische Diagnostik und Behandlung.

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